Ulm – eine Standortbestimmung im Europa der Regionen
Uli Walter zum 5. UnternehmerTAG 2004 des BVMW am 7. Mai 2004 in Ulm

Die mittelständischen Unternehmen sind die tragenden Säulen unserer Volkswirtschaft:

Der Mittelstand ist daher der entscheidende arbeitsmarkt-, wirtschafts-, sozialpolitische und fiskalische Faktor!

Nach Meinung der Ulmer FDP muss aus regional- und kommunalpolitischer Sicht, auch im ureigensten Interesse der Region, der Mittelstand die Beachtung finden, die ihm auf Grund seiner gravierenden Bedeutung für eine Region zu kommt.

Hierbei geht es längst nicht mehr nur um die Bewältigung einer allgemeinen Krise und die Herstellung einer langfristig tragfähigen mittelstandsfreundlichen Infrastruktur. Dies sind ohnehin selbstverständlich zu erfüllende Anforderungen.

Es geht vor allem auch um die neuen Herausforderungen im Rahmen der Globalisierung und insbesondere der EU-Erweiterung, der sich die einzelnen Regionen im Rahmen

stellen müssen!

Denn nur die Regionen, die sich mit ihrem Mittelstand auseinandersetzen und ihn seiner wirtschaftlichen Bedeutung gemäß wahrnehmen - indem sie die notwendigen Rahmenbedingungen schaffen, mit denen mittelständische Unternehmen wettbewerbs- und leistungsfähig bleiben - werden auf lange Sicht die Attraktivität und die Wirtschaftskraft ihrer Region erhalten können.

Dies bedeutet aus Sicht der Ulmer FDP für unsere Region:

Es ist nicht hinnehmbar, dass man sich auch kommunalpolitisch ständig auf die „Selbstheilungskräfte“ des Mittelstandes verlässt, über die er zwar auf Grund seiner hohen Anpassungsfähigkeit und unternehmerischem Geschick verfügt, deren Grenzen zwischenzeitlich aber weitestgehend erreicht sind.

Der spektakuläre Einzelfall eines Großunternehmens, das sich in Schwierigkeiten befindet, mag zwar aktuell die Öffentlichkeit bewegen. In seiner nachhaltigen, wirtschaftlichen Bedeutung für die Region wird er jedoch völlig überschätzt.

Ganz im Gegensatz zu der immensen Gefahr für die Wirtschaftskraft und die Arbeitsplätze einer Region, die dann entsteht, wenn Mittelstand im gesamten krankt, weil die für ihn elementaren Rahmenbedingungen sträflich vernachlässigt wurden.

Im Zentrum regionalpolitischer Entscheidungen und regionaler Planung müssen daher zwingend die Belange und Bedürfnisse der mittelständischen Unternehmen in der Region stehen!

Das Thema Mittelstand ist leider ein seltenes Thema auf der Agenda des Ulmer Gemeinderats. Dies wird sich ändern, wenn es der Ulmer FDP gelingt, in Fraktionsstärke im Ulmer Stadtrat vertreten zu sein.

07.05.2004 Uli A. Walter, FDP-Kreisverband Ulm: Ulm – eine Standortbestimmung im Europa der Regionen
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